Im Archiv finden Sie die vergangenen Konzerte, die im Rahmen der Reihe „Polenzer Konzerte“ ab 2008 im Dreiseithof stattfanden.

16. September 2022 – 17 Uhr

Mariko Mitsuyu (Klavier) & Percussionensemble Markkleeberg

Die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgski (1874), inspiriert durch eine Gemäldeausstellung in St. Petersburg, gehören zu den beliebtesten Beispielen von Programmmusik im Klavierrepertoire. Im Polenzer Dreiseithof gibt es die einmalige Gelegenheit, die zehn Stücke dieses Werkes – „Der Gnom“, „Das alte Schloss“, „Spielende Kinder im Streit“, „Der Ochsenkarren“, „Ballett der ausgeschlüpften Küken“, „Samuel Goldenberg und Schmuyle“, „Limoges: Der Marktplatz“, „Die Katakomben“, „Mit den Toten in einer toten Sprache“, „Die Hütte auf Hühnerfüßen“, „Das Heldentor“ - zweimal hintereinander zu hören: einmal im Original als Klaviersolo im ehemaligen Polenzer Kuhstall und einmal in Thomas Laukels Bearbeitung für Schlaginstrumente im Hof.
Die in Osaka geborene, seit 15 Jahren in Polenz wohnende Pianistin Mariko Mitsuyu war bis 2018 Honorarprofessorin für Korrepetition an der Musikhochschule in Leipzig. Das von Thomas Laukel geleitete „Percussionensemble Markkleeberg Musik- und Kunstschule Landkreis Leipzig“ besteht aus Musikern und Musikerinnen im Alter von acht bis zwanzig Jahren und wurde mehrfach beim Sächsischen Orchesterwettbewerb sowie beim Deutschen Orchesterwettbewerb ausgezeichnet.

4. September 2022 – 17 Uhr

Papiertheater: Ulrike Richter

Am 2. Mai 2022  jährte sich zum 250. Mal der Geburtstag des frühromantischen Dichters, Philosophen und Naturwissenschaftlers Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis. Anlässlich des Jubiläums übertragen Ulrike Richter (Gesang, Hakenharfe, Lesung, Spiel) und Christina Simon (Bühnenbild) das Märchen von Hyazinth und Rosenblüte  in ein Spiel aus Wort, Bild und Musik. Diese Collage nähert sich der komplexen gedanklichen, sprachlichen und poetischen Dimension des Märchens und spiegelt den Witz der fantasievollen Erzählung.

In glücklicher Kinderzeit lebt Hyazinth bei seinen Eltern und mit seiner Freundin Rosenblütchen. Eines Tages erscheint ein alter Mann. Er erzählt Hyazinth von fernen Ländern, lässt ihn tiefsinnig und zugleich trübsinnig werden und entfremdet ihn von Rosenblütchen. Auf Rat einer weisen Frau bricht Hyazinth auf, um in sehnsüchtiger Liebe die verschleierte Göttin zu suchen und gesund zu werden. Auf seiner Reise gelangt er zu immer mehr Klarheit und Einsicht in die Natur. Als er die Gottheit endlich findet und im Traum ihren Schleier lüftet, schaut er … Rosenblütchen – und damit auch sich selbst. Der Weg zur liebenden Erkenntnis ist vollendet.

Linolschnitt-Collagen der Grafikerin Christina Simon illustrieren spielerisch das vielschichtige Märchen. Ulrike Richter hat, dem Dreischritt des Textes folgend, Gedichte, Distichen und Blütenstaub-Sentenzen von Novalis in die Erzählung eingefügt, mit Melodiezitaten nach Carl Friedrich Zelter, Friedrich und Louise Reichardt und Franz Schubert unterlegt und für Hakenharfe und Gesang bearbeitet. Sie liest den Text, singt Lieder zur Hakenharfe und stellt Bilder im Papiertheater.

26. August 2022 – 17 Uhr

Die junge japanische Pianistin ist bereits Preisträgerin vieler internationaler Wettbewerbe. Beim 8. Internationalen Klavierwettbewerb in Verona gewann sie 2019 nicht nur den 2. Preis, sondern auch Spezialpreise als beste weibliche Teilnehmerin sowie für die beste Interpretation einer klassischen Sonate. Zuvor gewann sie Preise in Tokio, Salzburg und Epinal (Frankreich). Sie studiert bei an der HMT Leipzig bei Gerald Fauth.

 

 

 

 

 

6. August 2022 – 17 Uhr

Izabela Kałduńska (Violine, Klangkunst)

Mit einem Studium der klassischen Musik im Gepäck nutzt die aus Danzig stammende Leipziger Künstlerin Izabela Kałduńska ihre Fähigkeiten, um weniger akademische Regionen der Musik zu erkunden. „Aus dem komplexen Zusammenspiel ihrer Violine mit verschiedensten Arten der elektronischen und analogen Klangerzeugung lädt sie uns ein, ihr in sphärische Klangwelten zu folgen.
So zeichnet sie in einem Spektrum unsichtbarer Farben, manchmal aufwühlend, manchmal sanft verträumt, poetisch das Bild einer fragilen, monochromen Welt und lenkt dabei unseren Blick, hoffnungsvoll, nicht nur auf die Brüche in der Welt und in uns selbst.“ Das Konzert findet im Kuhstall statt. (Foto: Klaus Nauber)

Live-Video: https://youtu.be/JgOjNFfOe9E

21. Mai 2022 – 17 Uhr

Erstes Leipziger Familienorchester

Nach dem Erfolg seines Freiluftkonzertes „Filmmusik bis Swing“ im vergangenen September kehrt das Leipziger Familienorchester am Samstag dem 21. Mai nach Polenz zurück, diesmal mit einem Programm, das „von Hollywood ins Kaffeehaus“ reicht.

Gut 30 Personen, überwiegend musikalische Laien, spielen wieder im Dreiseithof. Orchester und Zuhörer*innen werden durch zwei große Sonnen- und Regensegel geschützt.
Geleitet wird das Orchester durch Bernd Brückner, der prägende Erfahrungen in der Staatsoper und Philharmonie Dresden, im Gewandhaus zu Leipzig, an der Musikalischen Komödie Leipzig und im Leipziger Saxophon-Quartett gesammelt hat.

14. Mai 2022 – 17 Uhr

Das Melodrama ist eine weitgehend in Vergessenheit geratene Gattung der Musik- und Bühnengeschichte, in der ein Text rezitiert und von Musik untermalt wird.

Im ersten Polenzer Konzert dieses Jahres präsentieren die Sopranistin Anne Zehrt (Opernchor Magdeburg) und die Pianistin Mariko Mitsuyu drei Melodramen aus dem späten 19. Jahrhundert: „Soir du printemps“ (Jules Massenet), „Der traurige Mönch“ (Franz Liszt) und Schillers „Der Handschuh“ (Diego Fischers alias Siegfried Ochs). Hinzu kommen Lieder von Mozart, Schubert, Weber und Pfitzner sowie Ravels „Miroirs“ für Klavier solo. Das Konzert findet im Kuhstall sowie in der Stube statt.

31. Oktober 2021 – 17 Uhr

2020 hätte ein Beethoven-Jubiläumsjahr sein sollen, aber wegen Covid 19 mussten zahlreiche Konzerte ausfallen.
Die in der Ukraine geborene Pianistin Violina Petrychenko, die bereits 2019 in Polenz aufgetreten ist, konnte 2020 nur wenige Konzerte geben, aber jetzt holt sie das Beethoven-Jubiläum nach:
Am Sonntag dem 31. Oktober um 17 Uhr spielt sie im Polenzer Dreiseithof (Straße der Einigkeit 4) Beethovens Symphonie Nr. 5 in der Bearbeitung von Franz Liszt für Klavier solo. Auf dem Programm stehen auch Werke von J. S. Bach, César Franck und dem ukrainischen Komponisten Victor Kosenko (1896-1938). Petrychenko hat in zahlreichen Ländern musiziert und viele Aufnahmen für Radio und Fernsehen gemacht.

25. September 2021 – 17 Uhr

Hyelee Kang (Klavier)

Viele werden sich noch an das schöne Polenzer Konzert von Hyelee Kang im Jahre 2018 mit Werken von Mendelssohn und Chopin sowie an ihren Auftritt im diesjährigen Musikalischen Hoffest erinnern.
Bereits während des Studiums in Korea konnte die Pianistin den 2. Preis beim Korea Liszt Wettbewerb und beim Josun International Music Competition gewinnen. Seit 2016 studiert sie an der HMT Leipzig bei Gerald Fauth. Im Polenzer Konzert am Samstag dem 25. September spielt sie neben berühmten Werken von Fryderyk Chopin die Es-Dur-Sonate (Op. 31 no. 3) von Ludwig van Beethoven. Im Oktober fährt sie nach Warschau, um am Chopin-Wettbewerb teilzunehmen.

19. September 2021 – 17 Uhr

Erstes Leipziger Familienorchester

Zum ersten Mal in seiner Geschichte darf sich das Dorf Polenz auf das Konzert eines großen Orchesters freuen.
Das Erste Leipziger Familienorchester wurde 2008 gegründet und ist ein Angebot an musikalische Laien.
„Musik macht schlau” möchte Menschen für das gemeinsame Musizieren begeistern. Unter der Leitung von Bernd Brückner proben jeden zweiten Samstag rund 35 Mitglieder im Alter von 18-85 Jahren ein buntes Programm von Klassik über Filmmusik bis zu Jazz-Standards.
Durch die individuellen Arrangements gelingt es dem Leiter, jedes einzelne Mitglied gemäß den jeweiligen Fähigkeiten in das Orchester zu integrieren. Prägende Erfahrungen sammelte Brückner als Musiker in der Staatsoper und Philharmonie Dresden, im Gewandhaus zu Leipzig, an der Musikalischen Komödie Leipzig und im Leipziger Saxophon Quartett.

Das Konzert findet im Hof statt. Orchester und Zuhörer werden durch zwei große Sonnen- und Regensegel geschützt.

28. August 2021 – 17 Uhr

Autoharp mit Gesang

Statt klassischer Musik gibt es am Samstag, dem 28. August um 17 Uhr im Dreiseithof ein ungewöhnliches Freiluftkonzert:  Die Autoharp ist ein 36-saitiges Folkinstrument, das in Deutschland erfunden wurde und einmal Volkszither hieß. Sie klingt wunderbar voll wie zwei Gitarren und dann wieder zart wie eine Zither. Einzig in den USA hat sie Verbreitung gefunden.

Alexandre Zindel arbeitete als Sänger und Komponist mit der WDR-Big Band zusammen, gastierte als Solist und Ensemblesänger mit dem Bundesjazzorchester und dem WDR-Rundfunkorchester in Europa und Südafrika. Seit 1995 gibt er jährlich mehr als 70 Konzerte.